Rechtsfragen im E-Learning

Die nachfolgenden Informationen stellen keine Rechtsberatung oder rechtsverbindliche Auskunft dar. Es handelt sich lediglich um Hinweise auf rechtliche Rahmenbedingungen. Wir sind bemüht diese Informationen stets aktuell zu halten. Im Bedarfsfall wenden Sie sich bitte an das Referat für Rechtsangelegenheiten / TUM Legal Office (ZA 5) der TUM.

Beim Einsatz von multimedialen Angeboten und Internetangeboten in der Hochschullehre gibt es eine Vielzahl rechtlicher Aspekte zu berücksichtigen. Allerdings existiert hierzu keine eindeutige Rechtslage, da Rechtsprechung und Gesetzgebung kaum mit dem steten technischen Fortschritt mithalten können.

In öffentlichen Bildungseinrichtungen wie Hochschulen und Schulen gelten daher für eLearning Regelungen aus Bereichen wie z.B. Urheberrecht, Open Content und Datenschutz.

Auf dieser Seite finden Sie Informationsquellen zu Rechtsfragen im E-Learning im Kontext der Hochschullehre.

Urheberrecht

Am 01.03.2018 ist das neue Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetz (UrhWissG) in Kraft getreten und das Urheberrechtsgesetz (UrhG) wurde an die veränderten Erfordernisse der Digitalisierung angepasst.

Der neue Unterabschnitt Gesetzlich erlaubte Nutzungen für Unterricht, Wissenschaft und Institutionen (§§ 60a-60h UrhG) regelt die Nutzung urheberrechtlich geschützter Materialien in Unterricht, Wissenschaft und Institutionen. Im neu geschaffen § 60d UrhG wird das sogenannte Text und Data Mining, also die algorithmenbasierte Analyse von Daten und Informationen erstmals gesetzlich berücksichtigt.

Die bisherigen §§ 52a, 52b, 53a UrhG wurden gestrichen.

Einzelheiten zur zulässigen Nutzung von urheberrechtlich geschützten Materialien in Forschung und Lehre finden Sie auf der Website der Universitätsbibliothek unter: Hinweise zum Urheberrecht.

Wir empfehlen Ihnen zudem die Handreichung „Urheberrecht in der Wissenschaft. Ein Überblick für Forschung, Lehre und Bibliotheken“ des BMBF (auf der Seite als Download oder als Druckversion zum Bestellen verfügbar) sowie den Leitfaden „Rechtsfragen zur Digitalisierung in der Lehre. Praxisleitfaden zum Recht bei E-Learning, OER und Open Content“ von Rechtsanwalt Dr. Till Kreutzer und Tom Hirche (Stand Oktober 2017).

Freie Inhalte: Open Educational Resources und Open Content Linzen

Open Educational Resources (OER)
Die UNESCO definiert Open Educational Resources (OER) als Bildungsmaterialien jeglicher Art und in jedem Medium, die unter einer offenen Lizenz veröffentlicht werden. Diese offenen Lizenzen ermöglichen den kostenfreien Zugang sowie die kostenfreie Nutzung, Bearbeitung und Weitergabe ohne oder mit geringfügigen Einschränkungen.

Weitere Informationen und Materialien zu OER erhalten Sie bei OERinfo.

Open Content Lizenzen (OCL)
Inhalte, die unter OCL verfügbar sind, können frei kopiert und verbreitet werden. Zudem dürfen sie auch bearbeitet und kommerziell verwendet werden. Dennoch besteht in der Regel die Pflicht zur Namensnennung des Urhebers oder auch die Verpflichtung, dass alle abgeleiteten Werke unter derselben Lizenz zu veröffentlichen sind. Eine spezielle Form von OCL-Inhalten stellen OER dar.

Weitere Informationen zu Open Content Lizenzen erhalten Sie unter http://creativecommons.org sowie bei e-teaching.org.

Datenschutz

Datenschutz an der TUM
Auf den Webseiten des Datenschutzbeauftragten der TUM finden Sie wichtige Informationen rund um das Thema Datenschutz an der TUM. Im Bereich weiterführende Links wird zudem auf alle relevanten Gesetzestexte verwiesen.

Allgemeine Infos zu Rechtsfragen in der digitalen Welt

iRIHGTS.info: Informationsplattform und Online-Magazin
iRIGHTS.info bietet Antworten zu Fragen zum Urheberrecht und weiteren Rechtsgebieten in der digitalen Welt und befasst sich in tagesaktuellen Hintergrundberichten, Nachrichten, Features und anderen Publikationen mit diesen Themen.